Heimatverein Nussloch e.V.
Heimatverein Nussloch e.V.

2015

Der Heimatverein entführte

in die Geschichte des Maxstollens

 

Nußloch. (fi). Dass hier einmal Knochenarbeit verrichtet wurde, das bekamen die Ferienkinder nur am Rande mit, horchten aber dennoch gespannt hin. Der Heimatverein hatte eingeladen, auf dem Gelände unterhalb des ehemaligen Maxstollens an der alten B3 einige schöne Stunden zu verbringen.

 

Wie der Name schon andeutet, war hier in unmittelbarer Nähe um die letzte Jahrhundertwende der Eingang in das Stollensystem, das sich unter dem heutigen Wilhelmsberg bis nach Wiesloch und Baiertal erstreckte. Abgebaut wurden Zink- und Galmeierze. Aber als noch vor dem Jahr 1900 der Nußlocher Georg Mattle anfing, unweit der Straße einen Kalkofen zu errichten, war auch das Kalkgestein von Interesse.

 

Nicht zuletzt HeidelbergCement baut heute Kalkstein auf dem Gelände in östlicher Richtung bis Maisbach ab und nutzt das Kalksteinvorkommen zur Zementherstellung. Die Loren transportieren das Gestein aus dem Nußlocher Steinbruch in das Zementwerk in Leimen, für das 1896 der Grundstein gelegt wurde. Doris Förster und Elfriede Rufle vom Heimatverein waren früh auf das Gelände des Kalkofens gekommen, um für die Kinder alles herzurichten.

 

Nicht mit Kalk, aber mit Gips wurde an diesem Nachmittag fleißig gearbeitet. Dietmar Cramer, Chefarchivar von HeidelbergCement, war mit von der Landpartie und erläuterte den Kindern erst einmal, was mit Gips zu formen und zu gestalten war. Und so ganz nebenbei wurde auch die Geschichte des alten Kalkofens lebendig. Georg Mattle, Vater des Künstlers August Mattle, sah in der Herstellung von Kalk einen Markt, erwarb sich die Rechte am Kalkabbau und produzierte. Über zwei Zugänge wurden in den Ofen Holz geschichtet, dann von oben eine Lage Kalkgestein hineinbefördert. Weitere solcher Schichten aus Holz und Gestein füllten den etwa 1,50 Meter breiten Schacht, bis schließlich das Feuer entfacht werden konnte. „Da waren die Männer Tag und Nacht dabei, etwa eine Woche musste der Brand durchlaufen“ berichtet Cramer den staunenden Kindern.

 

Mit Stangen wurde dann der gebrannte und staubige Kalk aus den Öffnungen in Schubkarren gestochert, „nicht ungefährlich, dieses Material ist äußerst ätzend, die Männer hatten dabei feuchte Lappen vor Mund und Nase“, so Cramer weiter. Aus dem Ergebnis der Produktion entstanden drei Verkaufsgruppen: Branntkalk, der mit Wasser gemischt zu Kalkfarbe, Kalkmörtel oder hydraulischem Kalk weiterverarbeitet werden konnte. Sumpfkalk oder auch gelöschter Kalk, der als Farbe zum Streichen und Tünchen verwendet wurde und Kalk, der als mineralischer Düngung auf die Äcker ausgebracht wurde. Aus der Restschlacke wurden Hohlblocks als Bausteine geformt. Abgefüllt wurde das staubige und aggressive Material in Fässer oder Säcke, daraus wurde im Einzelhandel teilweise auch tütchenweise Kalk verkauft. Für die jungen Teilnehmer an diesem Feriennachmittag kaum vorstellbar. Das Geschäft ging gut, das Zementwerk in Leimen wurde darauf aufmerksam und dem Angebot des Werkes konnte oder wollte August Mattle nicht widerstehen. Er verkaufte seine Anlage an das damalige Portland-Zementwerk. 1922 verstarb der Kalkbrenner, seine Frau Anna versuchte, den Betrieb aufrecht zu erhalten, was allerdings auch durch die Inflation, die 1923 ihren Höhepunkt erreichte, letztlich scheiterte. Der Betrieb war weg, vom Geld blieb nicht viel übrig.

 

Neben dem Formen von Gipsfiguren, ausreichender Pizza und gekühlten Getränken waren das für die Kinder sehr persönliche Informationen, ist der Kalkofen nicht nur ein Industriedenkmal, sondern auch verknüpft mit menschlichen Schicksalen am Ort.

2009

Die nördliche Gemarkung und die geschichtliche Bedeutung am Beispiel des Groobrunns und des Hirschbergs als höchste Erhebung von Nußloch

2009

Die südliche Gemarkung und

die geschichtliche Bedeutung

 

Im Rahmen des Ferienprogrammes der Gemeinde Nußloch hat die Vorstandschaft des Heimatvereins eine geschichtliche Wanderung durch die südwestliche Gemarkung durchgeführt.

Ausgangspunkt dieser geschichtlichen Wanderung war die Ecke Bismarkstraße / Römerstraße. Gerade diese südwestliche Ecke des Ortsetters bildete den Grundstock für die frühgeschichtlichen Spuren durch die Römer. Wie Heiner Schmidt ausführte, sind dabei auch aus Nußloch Funde zu verzeichnen, die einen engen Zusammenhang mit dem beim Wilhelmsberg durchgeführten Abbau von zinkhaltigen Erzen zusammenhängen.

Bei der weiteren Wanderung wurde auch auf die Gewann- Namen wie zum Beispiel Mittelgewann-Weg oder Erzwäsche und deren Bedeutung eingegangen.

Kurz vor der Gemarkungsgrenze von Nußloch in Richtung Wiesloch  wurde auch das Gräfelskreuz aufgesucht und deren Bedeutung erläutert.

Dabei ging auch Heiner Schmidt auf die verschiedenen Geschichten ein, die um das Gräfelskreuz und ihrer Bedeutung ranken.

Die Kinder waren dabei eifrige Zuhörer bei den sehr interessanten Ausführungen.

Zum Abschluss ging es dann über den Obstlehrpfad beim Sauwiesenweg zum Waldsportplatz, wo sich gestärkt wurde.

2007

Wir kochen Lieblingsgerichte aus Omas Küche

 

Unter diesem Motto zeigten Vorstandsmitglieder des Heimatverein Nußloch gemeinsam mit Frau Margit Schmidt zum Beginn des Ferienprogramms, Küchengeräte aus der guten alten Zeit.
Aus dem reichhaltigen Fundus des Heimatvereins wurde den Kindern alte Küchengeräte präsentiert und ihre Handhabung erläutert. Über den Küchenherd, bis zum Eisehaffe, dem Milchkänndl, Fleischwolf, Krautschneider und Kucheblech wurde auch das Essekändl erklärt. Die Kinder nahmen die Informationen dabei sehr interessiert auf.
Bei einem abschließenden Rätsel zeigten sie schon viel Wissen, über den Tagesablauf von Familien in früherer Zeit.
Danach wurde das theoretische Wissen durch die Zubereitung eines Essens erweitert. Auf dem Speiseplan, der von Frau Margit Schmidt ausgearbeitet wurde, stand Dampfnudeln mit Kartoffelsuppe und Vanillesoße.
Mit großem Eifer haben die Kinder unter Anleitung von Frau Schmidt die Rezeptfolge abgearbeitet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der Hunger oder der gute Geschmack des selbst gekochten fand reichlich Absatz und ließ im wahrsten Sinne kein Krümel übrig.
Das Vorstandsmitglied und Bäckermeister Volker Waldi gemeinsam mit Elfriede Rufle und die Kinder backten noch für den Nachtisch einige Kuchen. Auch diese Backwaren fanden sehr schnell ihre Interessenten.
Für den Nachhauseweg wurde jedem Kind noch ein gebackener Nußlocher Mond mit dem Vornamen durch Volker Waldi überreicht.
Nach diesem schönen Verlauf an allen 3 Tagen gilt der Dank dem Helferteam des Heimatvereins sowie Frau Margit Schmidt für ihren Einsatz und die Unterstützung.
Die beiliegenden Bilder zeigen die lernfähigen Akteure.

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